Im Laufe der Entstehungsgeschichte meiner Dschanor-Romane hat sich doch das ein oder andere Wissensschnipsel über die Jahre ungefragt in meinem Kopf eingenistet. Denn auch in einem Fantasy-Roman gehört Recherche einfach dazu.
Deshalb gibt es für Alle, die schon immer mal wissen wollten, wie eine Autorin Ordnung in ihr chaotisches Gehirn bringt, ein bisschen Info zum Worldbuilding mit Recherche.
Kamel, Dromedar oder Trampeltier?
In meinen Romanen wimmelt es von Kamelen und Dromedaren, die meine Protagonisten zuverlässig durch die Wüste tragen.
Zeit sich einmal diese wunderbaren Tiere näher anzuschauen und ein für alle Mal zu klären, wie viele Höcker so ein Kamel denn nun hat. (Achtung Spoiler! Die Antwort lautet 0, 1 oder 2).
Oder: Warum ich die Bezeichnung Kamel und Dromedar synonym verwende.
Kurz gesagt:
Alle Dromedare sind Kamele, aber nicht alle Kamele sind Dromedare.
Die etwas längere Version: Die Säugetier-Familie der Kamele (Camelidae) teil sich zunächst einmal grob in die zwei Gruppen der Altweltkamele und der Neuweltkamele auf. Zur Gattung der Altweltkamele zählen die Dromedare (1 Höcker) und die Trampeltiere (2 Höcker). Die Neuweltkamele umfasst die Gattungen der Lamas und der Vikunjas (keine Höcker).
In der folgenden Tabelle habe ich versucht, es anschaulicher zu darzustellen:
Dromedare wiederum teilen sich aufgrund von gezielter Züchtung in Lastdromedare und Reitdromedare (z.B. in Nordafrika: Mehari) auf. Über die erstaunlichen Fähigkeiten der Dromedare große Hitze und Trockenheit gut zu überstehen, brauche ich wohl nicht viel zu erzählen. Auf alle Fälle wäre die Besiedlung der Wüsten/Trockengebiete der Erde (oder Dschanors) ohne diese wundervollen Tiere kaum möglich.

