… oder die schwierige Suche nach einem passenden Titel.
Ich gestehe: Ich habe ein Problem. Und zwar „knackige“ Titel für meine Geschichten zu finden. Wie schwierig das für mich ist, habe ich mal wieder gemerkt, als ich Titel für „Schwert und Smaragd“ und „Gazelle und Schakal“ gesucht habe. Ich habe keine Ahnung, woher mein Problem kommt, für meine Geschichten passende Titel zu finden, bin ich doch sonst meistens nicht um Worte verlegen. Umso mehr wollte ich einmal kurz erzählen, wie ich bei der Titelsuche für die Dschanor-Romane vorgegangen bin. Deshalb gibt es heute ein wenig Geplauder aus dem Autorennähkästchen.

Es war also Titelsuche angesagt. Eine Titelsuche, die sich umso kniffeliger gestaltete, da ich die zwei vergriffenen Bände meiner Dschanor-Reihe zu einem Roman zusammenfassen wollte.
Ich stand also vor der schwierigen Aufgabe, aus den alten Titeln „Mitternachtsrot“ und „Yenayas Smaragd“ etwas eigenständig Neues zu schaffen. Da war heftiges Brainstorming angesagt, denn das Farbthema „rot – grün“ gefiel mir zwar, schien aber nicht mehr ganz so passend, denn es sollte ja auch noch ein neues Cover geben, das sich von den beiden alten Covern unterscheidet.
Frischer Wind musste also in meine Überlegungen hinein. Oder besser gesagt: Ich sollte vielleicht ganz von vorn anfangen.
Schwert und Smaragd
In meiner ersten Frage, die ich mir dann stellte, ging ich auf die Suche nach dem gemeinsamen, verbindenden Element der beiden ursprünglichen Romane.
In beiden Romanen kommt dem Kriegsgott von Dschanor, Ikash’Kasan, eine wichtige Rolle zu. Da lag es nahe, den Kriegsgott bereits im Titel oder wenigstens im Untertitel zu erwähnen. Aber halt! Es gibt ja auch noch die Kriegsgöttin Yenaya. Die sollte auch Erwähnung finden.
In einer zweiten Frage, dachte ich über die jeweils herausragenden Elemente (oder Gegenstände, Symbole usw.) in beiden Romanen nach.
In meinem Debütroman „Mitternachtsrot“ steht eindeutig das Schwert des Kriegsgottes im Vordergrund. Warum also das Schwert nicht auch im Titel nennen? Damit konnte ich quasi zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Das Schwert steht zum einen für den ersten Teil der Erzählung, also für die Ereignisse in „Mitternachtsrot“ und ist zum anderen gleichzeitig ein Symbol für Tareq, den Hüter des Schwertes von Ikash’Kasan.
Wie der Titel von „Yenayas Smaragd“ schon sagt, ist der Smaragd ein wichtiges Element in meinem zweiten Dschanor-Roman. Der Smaragd ist ein Geschenk der Kriegsgöttin Yenaya und steht sowohl für das Waldland, als auch als Symbol für Lisaan.
Nach einigem hin und her, entschied ich mich also für Schwert und Smaragd.
Gazelle und Schakal
Jetzt musste ich allerdings noch eine dritte Komponente (die gerade besonders aktuell ist) berücksichtigen: Mein (gerade frisch veröffentlichter) dritter Dschanor-Roman. Für ihn brauchte ich ja auch noch Cover und Titel . Beides sollte eindeutig in diese Reihe passen. Der Arbeitstitel, den ich ihm verpasst hatte („Wüstensohn“) war vergeben und passte ohnehin nicht so besonders gut.
Und so wie der Smaragd meine Heldin Lisaan symbolisiert, das Schwert für Tareq steht, war mir recht schnell klar, dass es gar nicht anders sein konnte: Meine beiden Hauptpersonen finden sich in Gazelle und Schakal wieder. Und die Verbindung zum ersten Teil der Reihe bildet der Smaragd der Kriegsgöttin.
Auf jeden Fall war ich froh, endlich – für mich passende – Romantitel gefunden zu haben.